Veröffentlicht von Carolina Massa und Óscar Preciado am 7. Juni 2024 in:
Rezensionen, Colaterales, Literatur, Poesie und Philosophie.
«Ein Buch zu lesen lehrt mehr, als mit seinem Autor zu sprechen, denn der Autor hat in das Buch nur seine besten Gedanken gelegt.»
— René Descartes
Das Buch Colaterales von Óscar Preciado ist ein reich an Symbolik und Bedeutung, das dazu einlädt, über die Verbindung zwischen unseren persönlichen Erfahrungen und der Welt um uns herum nachzudenken.
Die Idee, dass jeder Leser durch seine Subjektivität eine einzigartige Verbindung zum Werk herstellt, ist interessant, da sie nahelegt, dass Lesen eine transformative und bereichernde Erfahrung sein kann.
Ich fand eine Verbindung zu dem, was der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung als ein Prinzip der akausalen Zusammenhänge definierte.
Die Jungsche Synchronizität untersucht, wie wir Verbindungen durch eine Reihe von Zufällen herstellen, die in Wirklichkeit keine sind, weil er sie als Synchronizitäten betrachtet und nicht glaubt, dass es etwas Zufälliges in unserem Leben gibt.
Diese Theorie versucht zu erklären, wie unsere unbewusste Welt mit der bewussten Welt verbunden ist, ebenso wie der Einfluss der persönlichen und kollektiven Vergangenheit und wie ihre Wechselwirkung mit dem gegenwärtigen Bewusstsein den Integrationsprozess fördert.
Indem wir diese Theorien darlegen, können wir die Absicht des Autors tiefer verstehen und entdecken, welche Bedeutung er seinen Lesern als Verbindungen beimisst, die seinem Werk einen neuen Sinn und Zweck verleihen.
«Ich glaube, dass etwas sehr Magisches geschehen kann, wenn man ein gutes Buch liest.»
— J.K. Rowling
Ein weiteres Element, das im Universum von Colaterales eingewoben ist, ist die Mandelblüte.
Sie könnte die Flüchtigkeit der großen Freuden heraufbeschwören, die sich in der Erinnerung verwurzeln und die wir stets sehnsüchtig herbeirufen, denn sie bewahren Elemente unserer reinsten Identität.

«Kunstwerke entstehen immer aus dem, der der Gefahr getrotzt hat, der bis zum Äußersten der Erfahrung gegangen ist, bis zu dem Punkt, den kein Mensch überschreiten kann. Je mehr man sieht, desto eigener, persönlicher, einzigartiger wird ein Leben.»
— Rainer Maria Rilke
Referenz
- ***** Carolina Massa ***** (@cagimass — @Autovigilantes)
Klinisch-pädagogische Humanistische Psychologie — Pontificia Universidad Javeriana